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Ausführen von Programmen beim Start von Windows verhindern

 
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PC-Notdienst
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Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 279
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 05.03.2006, 18:50    Titel: Ausführen von Programmen beim Start von Windows verhindern

Wenn man Windows hochfährt werden diverse Programme geladen. Standardmäßig ist das kein einziges, das man sieht, aber nach und nach werden es immer mehr. Seien es Chat-Programme wie ICQ, Vire-Scanner, Dateimanager oder ähnliches. Fest steht: Eine Reihe dieser Programme sollte gar nicht direkt geladen wird, weil man sie vielleicht erst später braucht sie aber sofort Arbeitdpeicher für sich beanspruchen und den Startvorgang verlängern.
Ferner gibt es noch andere Gründe, sich mal die Autostart-Einträge anzuschauen. Denn auch Trojanische-Pferde, also Programme, die Sie (illegalerweise) ausspionieren und gegebenenfalls sogar sabotieren möchten, nisten sich an den selben Plätzen ein, wie Programme, die starten "dürfen".
Sollten Sie also einen verdacht haben, z.B. nachdem Sie einen Dateianhang einer eMail ausgeführt haben (was man übrigens niemals machen sollte...) und nichts passiert ist (sprich: kein Programm gestartet ist), lohnt es sich, nachzuforschen.

Da die Möglichkeiten manigfaltig sind folgt nun eine detaillierte Auflistung aller Schritte.
Zuallererst empfiehlt es sich, in den Programmen, die nicht mehr mit Windows starten sollen, einmal das Optionsmenü aufzurufen (dieser Punkt heißt meistens "Optionen" oder "Einstellungen", bei englischer Software "options" oder "properties"). Vielfach findet sich dort eine Option wie "Zusammen mit Windows starten" oder "load on startup". Sie an dieser Stelle zu deaktivieren ist am komfortabelsten und sichersten.

Die nächste Stelle ist das Startmenü. Klicken Sie mit Rechts auf den Start-Button und wählen aus dem Menü "Öffnen". Sollten Sie mit Windows 2000 oder XP arbeiten gibt es neben "Öffnen" auch noch "Öffnen - Alle Benutzer" - führen Sie die folgenden Schritte für beide Möglichkeiten durch.
Öffnen Sie nun "Programme" und dann "Autostart". Hier finden Sie Verknüpfungen zu Programmen, die mit Windows laden.
Für gewöhnlich können Sie hier wenig falsch machen, denn kritische Programme wie Virenscanner sollten sich hier erst gar nicht eintragen.
Prüfen Sie alle Einträge trotzdem genau und wägen ab, ob Sie sie wirklich loswerden möchten. Eventuell können Sie die Verknüpfung auch auf den Desktop ziehen - so können Sie sie in Zukunft schnell manuell starten.
Trojanische-Pferde werden sich übrigens hier nicht einnisten - das wäre zu offensichtlich.

Denn folgenden Abschnitt können Sie als Nutzer von Windows 2000 oder XP komplett überspringen.
In der Datei system.ini im Windows-Verzeichnis findet sich eine weitere Autostart-Möglichkeit. Wenn Sie die Datei mit einem Editor öffnen finden Sie im Abschnitt "[windows]" (ganz oben) die Einträge "load=" und "run=". Hier könnte ein Pfad hinter stehen, z.B. könnte eine Zeile so aussehen: "run=C:\AOL30I\AOLISDN\aolisdnd.exe". Hier hat sich also die AOL-Software eingetragen, und das darf sie auch.
Normalerweise werden die Programme, die sich hier eintragen, nicht sichtbar sein und auch wirklich mit Windows laden müssen (hier im Beispiel läd AOL die ISDN-Unterstützung). Allerdings könnten hier Trojanische-Pferde Ihren Platz finden.
Im Zweifelsfall verfolgen Sie den Pfad zurück (im Explorer) und klicken die entsprechnde Datei mit Rechts an, wählen dann "Eigenschaften". Hier finden Sie Angaben zum Datum (habe ich an dem Tag wirklich etwas installiert?) und im Register "Version" oft auch Hinweise zur Software wie z.B. den Herstellernamen.
Bestehen Zweifel, ob es ein Trojanisches Pferd sein könnte, fragen Sie doch einfach in unserem Hilfe-Forum!
Einträge entfernt man, indem man die Zeile auf "load=" bzw. "run=" kürzt und die Datei dann speichert. Achten Sie darauf, sonst nichts zu verändern. Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, schließen Sie die Datei einfach und verneinen die Frage, ob Sie sie speichern möchten und öffnen Sie dann anschließend nochmal.

Die meisten Einträge finden sich schließlich in der Registrierung von Windows, egal um welche Version es sich handelt. Die entsprechenden Schlüssel liste ich später auf, zunächst zum grundlegenden Vorgehen:
Gehen Sie auf "Start | Ausführen", geben "regedit" ein und klicken auf "OK". Arbeiten Sie sich zum entsprechnden Schlüssel vor, das geht genauso wie im Explorer. Nehmen Sie nun vor jeglichen Änderungen eine Sicherung der Registrierungsdatenbank vor, wie das geht erfahren Sie durch einen Klick auf den Link "Hinweise zur Arbeit mit dem Registrierungseditor" ganz am Ende des Tipps.
Im Rechten Fenster finden Sie die einzelnen Einträge. Bevor Sie hier etwas entfernen, prüfen Sie alles ganz genau und stellen sicher, dass Sie sich im Klaren darüber sind, was es für ein Programm ist. Oftmals ergibt sich dies aus dem Pfad oder dem Programmnamen (fast alle Programme installieren sich in ein Verzeichnis, dass so heißt, wie sie selbst). Ausserdem können Sie probieren, das Programm auf der Festplatte zu finden und einfach auszuführen - in vielen Fälleb sehen Sie dann, worum es sich handelt.
Nach jedem Löschvorgang sollten Sie neustarten, um zu prüfen, ob das Löschen in Ordnung war.
Einträge, die Sie sich nicht erklären können, belassen Sie besser bzw. fragen im Zweifelsfall bei uns im Hilfe-Forum nach. Programme wie Virenscanner, Diagnose- und Überwachungsprogramme oder Treiber-Erweiterungen (z.B. für Logitech-Mäuse) tragen sich hier ein aber werden bei der Arbeit mitunter nie sichtbar...
Einträge ohne Pfad, die meist auf Anwndungen aus dem Windows- oder Windows\System-Verzeichnis verweisen, sollte man auch nicht löschen. So z.B. "systray.exe" oder "rundll32.exe"-Einträge.
Ich empfehle, sich einmal alles anzuschauen, und dann etwa alle ein bis zwei Monate zu prüfen - man bekommt ein Gefühl dafür, wenn sich etwas verändert hat. Nach Kontakt mit dubioser-Software ist eine Prüfung immer notwendig!

Und nun zu den Schlüsseln:
Die normalerweise verwendeten sind:
HKEY_Local_Maschine / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / Run
HKEY_Local_Maschine / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / RunServices

Seltener finden sich Einträge hier:
HKEY_Current_User / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / Run
HKEY_Current_User / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / RunServices

Ausserdem gibt es noch die RunOnce-Schlüssel.
Hier eingetragene Programme werden nur einmal ausgeführt und dann wird der Eintrag automatisch entfernt. Ein findiger Viren-Programmierer könnte sein Programm aber so schreiben, dass es sich selbst immer wieder direkt nach dem Start einträgt - bei Verdacht sollten Sie also auch folgende Schlüssel prüfen:
HKEY_Local_Maschine / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / RunOnce
HKEY_Local_Maschine / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / RunServicesOnce
HKEY_Current_User / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / RunOnce
HKEY_Current_User / Software / Microsoft / Windows / CurrentVersion / RunServicesOnce

Übrigens muss es auf Ihrem System nicht alle dieser Schlüssel geben - ein nicht vorhandener Schlüssel entspricht einem ohne Einträge!

Denken Sie daran, selbst beim Verdacht eines Trojaners einen kühlen Kopf zu behalten. In der Registry kann man viel kaputt machen und unnötig entfernte Programme verlangsamen vielleicht ihr Arbeitstempo!
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